3. Das 16. Jahrhundert

1502 – In den Jahren 1464 – 1502 werden in den Wäldern unserer Gegend 22 Bären erlegt.

1532 – In der Oberherrschaft Schwarzburg wird die Reformation eingeführt.

1533 – wird die Gemeinde Mittelweißbach erstmals urkundlich erwähnt. Zur Gemeinde gehören der Talweg sowie die Häuser der heutigen Rudolstädter Straße 1 – 5 und der „Hügel“.

1550 – wurde Oberweißbach als ein von den Herren von Greußen besessenes Gerichtsdorf erwähnt.

Seit 1571 bestand das Gebiet der Grafschaft Schwarzburg aus zwei nicht zusammenhängenden Territorien. Die Grafschaften im Norden (Schwarzburg-Sondershausen und Schwarzburg-Frankenhausen) wurden als Unterherrschaft bezeichnet. Der Südraum mit Rudolstadt und Arnstadt bildete zunächst die Grafschaft Schwarzburg-Oberherrschaft, die nur bis 1574 bestand und sodann in die Grafschaften Schwarzburg-Arnstadt und Schwarzburg-Rudolstadt geteilt wurde.

Nach einer nochmaligen territorialen Neugliederung durch den Stadtilmer Vertrag vom 21. November 1599 blieben die Grafschaften (ab 1710 Fürstentümer, ab 1918 Freistaaten) Schwarzburg-Rudolstadt und Schwarzburg-Sondershausen bis 1920 im Wesentlichen stabil.

Im Jahre 1600 kaufen die Grafen von Schwarzburg ihr Lehen Oberweißbach von den Herren von Greußen zurück.

Georg von Greußen stellt dabei die Bedingung, dass die Rechte und Freiheiten der Oberweißbacher Untertanen – so das Mälzen, Brauen, Backen und Schlachten – nicht angetastet werden. Die Königseer sind jedoch der Ansicht, dass mit dem Rückkauf des Lehens auch diese Rechte erlöschen (die ihnen übrigens schon immer ein Dorn im Auge waren).

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Die alte(n) Oberweißbacher Kirche(n)

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