12 April, 2026

Markt

1 (alt: 90)

1906 (?): Großmann, Wilhelm, Porzellanmaler; Großmann, Hedwig, geb. Walther.
1921: Elsässer, August, Kaufmann; Helk, Gustav, Ober­kellner; Morgenroth, Karl, Schullehrer; Wilhelm, Friedrich, Kaufmann.


Unterer Markt
mit Shell-Zapfsäule vor der Drogerie

1930: Anders, Wilhelm; Anders, Helene, geb. Großmann; Pawka, Wolfgang.
1931: Böttger, Liebrecht, Lehrer; Heinze, Liebrecht, Laborant; Poppe, Friedrich, Bankangestellter; Preunel, Anna, Handels­frau; Wilhelm, Artur, Kaufmann.
1933: Heinze, Bertha; Wilhelm, Charlotte; Wilhelm, Marianne.
1936: Heinze, Bertha.
1941: Anders, Wilhelm, Handelsmann; Großmann, Wilhelm, Handelsmann; Heinze, Bertha.
1945 ff: lt. Klaus Götze: nach dem Krieg auch Bäckerei.
1949: Anders, Wilhelm, Kraftfahrer; Großmann, Wilhelm, Gemüsehändler.
1956: Anders, Wilhelm, Fuhren.
DDR-Zeit: Obst- und Gemüsegeschäft Großmann – Anders; Obst und Gemüsehandlung Taubeneck.


DRK-Gruppe am 1. Mai
Im Hintergrund: HO – Obst und Gemüse (Taubeneck)

Markt 3 > 1

Hier gab’s „für’n Groschen Sauerkraut“ vom Fass in einer spitzen Papiertüte. Von Walter Taubeneck erwartungsfroh entgegen­genommen, war das Sauerkraut bei Ankunft zu Hause alle. Eis? Ist ja langweilig. Sauerkraut isst das 1960er Jahre-Kind!


Der „pol’sche Möller“ (Das Mädchen ist Kerstin Bock)


2 (alt: 90 und 90a)

1931: Schönstedt, Jenny, Lehrerin.
1933: Poppe, Friedrich, Bankbeamter; Schenk, Lonny, Witwe; Schwender, Richard, Hilfsprediger.
1936: Preunel, Ernst, Schlosser; Schenk, Loni, Witwe.
1941: Koch, Erich, Justizinspektor.
1949: Cunitz, Harald, Fachlehrer; Jahn, Hugo, Wassermeister; Schenk, Lonny, Hausfrau; Schmieder, Edwin, landwirtschaftlicher Arbeiter.
später: Schenk, Ria, „Fräulein Schenk“, Lehrerin, kam bei einem Zusammenstoß Bahn – Bus in Rudolstadt Anfang der 90er Jahre ums Leben; Franke.



3 (alt: 90/91)

Markt – Drogerie

1920: Elsässer, August, Kaufmann, Drogist (bis 1949) & geb. Wilhelm, Elsa.
1956: Markt-Drogerie.
DDR-Zeit: „pol’scher Möller“ (Drogerie); Leitholf, Ursula (Tochter von August Elsässer).
später: HO-Drogerie.
nach der Wende: Buchhandlung „Am Markt“ Elvira Grudzielski, geb. Liebmann.

August Elsässer war der Verfasser des Buches „Das Kirchspiel Oberweißbach im Wandel der Zeiten", gedruckt und erschienen 1929 bei August Ortloff in Oberweißbach.

Karl Rosenbusch schreibt über Elsässer (gekürzt und leicht angepasst):


Shell-Tankstelle an der Drogerie August Elsässer

„Er war der Besitzer der Markt-Drogerie in Oberweißbach. Hier bekam man so ziemlich alles für Mensch, Vieh, Haus, Hof und Garten. Und es gab auch manchen persönlichen Rat oder eine Anleitung aus reicher Lebenserfahrung dazu.


Das führte ihm Kundschaft nicht nur aus den Orten des Kirchspiels, sondern auch aus den Gemeinden um Meura und Wittgendorf zu, die mit Ruck­sack und ‚Huckelkorb‘ vorsprach.

August Elsäßer … beteiligte sich an der Erschließung des Ortes für den Fremdenverkehr. Bald wurde er auch Mitglied des seit 1885 bestehenden Thüringerwald-Vereins und dessen Vorsitzender…

Elsäßer war aber auch der ‚Schulze‘ der Fröbelturm-Gemeinde, die seit der Fertigstellung des Fröbelturms 1890 bestand.

Er ist der Verfasser der Schrift ‚Oberweißbach und der Olitätenhandel‘, veröffentlicht auf 22 Druckseiten mit sieben Abbildungen und vier Faksimile-Beilagen in den ‚Monats­blättern für wanderfrohe Nachbarn 1924/25'“, die dem Verfasser als Digitalisat vorliegt.

Nach derzeitigen Planungen soll das Haus im Rahmen einer „Ausrundung“ der Ausfahrt Lichtenhainer Straße/Rudolstädter Straße abgerissen werden.

4 (alt: 92)

ehem. „Kleine Schule“

vor 1887: Gemeindescheune; Spritzenhaus.
1888: Knabenschule (eingeweiht am 18.10.1888)
1921: Gatterfeld, Anna, Schulwärterin (bis 1941).
1933: Gatterfeld, Gertrud, Aufwärterin.
1949: Schmidt, Rudolf, Fabrikant.
DDR-Zeit: Schule (mit Kachelofen-Heizung in jedem Unterrichtsraum).
heute: Bürgerhaus.

Schule am Markt 4 (rechts)
mit Kachelofenheizung in jedem Klassenraum
noch in den 1970er Jahren

5 (alt: 93)

„Amtshaus“

vor 1722: Mädchenschule.
1722: abgebrannt.
1737: abgebrannt.

In dieser Schule hat Ende der 1780er Jahre – als einziger Junge – Friedrich Fröbel gelernt. Grund: Der Knaben-Schulmeister war Fröbels Vater nicht streng genug und außerdem zu alt.

vor 1831: Mädchenschule.
1831: Amthaus (Neubau).
1909: Bloß, Paul, Amtsgerichtssekretär (hier gewohnt?); Fritze, Alfred, Amtsrichter, Metzelt, Karl, Amtsrichter, Amtsgerichtsrat (bis 1933); Meßner, Karl, Amtsrichter; Römer, Karl, Amtsgerichtssekretär; Stüber, Erwin, Amtsrichter; Wißmann, Hugo, Gerichtsassessor.
1933: Schmidt, Karl, Amtsgerichtsrat.

Amtshaus am Markt 5, erbaut 1831

1934: Carl, Erich, Amtsgerichtsrat (in Heidelberg – bis 1941); Carl, Frieda.
1949: Jungkurth, Heinrich, Oberwachtmeister; Rentzsch, Heinz, Fahrmeister; Scharpf, Karl, Justizinspektor.
1957: Internat der Erweiterten Oberschule EOS „Friedrich Fröbel“ Oberweißbach.
DDR-Zeit: Schulküche, Hort.
heute: Sitz der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Schwarzatal, daneben Imbiss „Am Marktbrunnen“.

Der namensgebende Marktbrunnen befand sich allerdings auf der anderen Straßenseite am Fröbelhaus Richtung „Goldener Anker“.

6 (alt: 94)

„Fronfeste“

vor 1900: Fronfeste, (Gefängnis).
1921: Eberhardt, Alfred, Amtsdiener.
1930: Das Gefängnis wurde zum 1. Februar 1930 geschlossen (Notiz Jenaer Volksblatt).
1931: Eberhardt, Alfred, Justizoberwachtmeister; Pitzler, Alfred, Justizwachtmeister.
1933: Pitzler, Alfred, Gerichtswachtmeister; Schubert, Hermann, Gerichtsvollzieher.
1936: Ludwig, Hermann, Justizwachtmeister.
1941: Ludwig, Hermann, Justizwachtmeister.
1949: Trägner, Dr. Josef, Studienrat; Wollenweber, Ludwig, Justiz-Angestellter.

Markt 7 – zu DDR-Zeiten Stadtverwaltung
"Rat der Fröbelstadt"

7 (Alt: 95)

vor 1722: Knabenschule.
1722: abgebrannt.
1750: Knabenschule.
bis 1888: Knabenschule.
1921: Baumann, Fritz, Rektor.
1931: Pätz, Richard, Gewerbelehrer (bis 1933).
1935: aufgestockt.
1936: Bannatz, Edmund, Bürgermeister; Stadtverwaltung.
1941: Kunold, Hermann, Bürgermeister; Stadtverwaltung.
1949: Rum, Heinz, Bürgermeister.
DDR-Zeit: Rat der Fröbelstadt.
heute: Thüringer Glasboutique.

8 (alt: 96)

Gasthof „Zur Schenke“

Der Gasthof „Zur Schenke“, vormals „Zum Erbprinzen“ war lange Zeit in Pacht der Familie Preunel, deren Wurzeln sich bis zum 30-jährigen Krieg zurückverfolgen lassen.

Die Preunels

Alles begann wohl mit einem Pfarrer, der aus Falkenau (Eger) nach Mellenbach kam. Sein Sohn, Sebastian Preunel, war später Organist in Oberweißbach († 1703). Ab der folgenden Generation sind die Preunels Metzger und Fleischer – in Oberweißbach und in Leibis.

Aber auch ein Barbier, der wohl zugleich Chirurg war (früher wurden „Kleinigkeiten“ vom Friseur erledigt), ein Arzt und ein Brauer finden sich in der Ahnenreihe.

Erster Pächter des Gemeindegasthofes, der bis 1857 in der Mitte der Straße auf dem Markt stand, war vermutlich Martin Preunel. Der hatte 10 Kinder. 


Gasthaus „Zum Erbprinzen“ 1898
rechts daneben das noch nicht aufgestockte Gebäude der Gemeindeverwaltung
 (bis 1887 Knabenschule)

Sein Sohn Ernst heiratete 1866 eine junge Frau (Caroline Ida, geb. Franke), die ihm ein Kind zur Welt brachte, welches nur 3 Stunden gelebt hat. Ein Jahr später, mit noch nicht 23 Jahren, starb sie auf bizarre Weise: Sie fiel von der Scheune. Ihr Grabstein, von Manfred Franke vom alten Schutt gerettet, liegt seit 2024 beim Autor im Garten – falls jemand Ansprüche erhebt.

Bruno Oeler, dessen Name groß am Hause prangte, heiratete 1911 die Witwe Anna Preunel und führte den Gasthof weiter.

Der Gasthof „Zum Erbprinzen“

1857 brannte der frühere Gemeindegasthof in der Mitte des Marktplatzes ab und wurde in das „Wilhelmsche Haus“ (heutiger Standort, vormals evtl. 2 Gebäude) verlegt.

Bereits der alte Gemeindegasthof trug mindestens ab 1832 den Namen „Zum Erbprinzen“. Welcher Erbprinz gemeint ist, ergibt sich aus den Daten des Hauses Schwarzburg-Rudolstadt:


Am 2. April 1832 wurden „sämtliche Schultheißen“
 (des Amtsgerichtsbezirkes Oberweißbach)
anlässlich der Amtseinführung des Amtmanns Keller
im „Gasthofe zum Erbprinzen bewirthet“
(Auszug aus dem Gemeindebuch)

Der bis 1867 regierende Fürst Friedrich Günther hatte 3 Kinder:

Friedrich Günther (jun.) starb bereits 1821 mit rund 3 Jahren; der zweite Sohn Günther, geb. 05.05.1821 war 1832 noch am Leben, starb aber 1845.


Ernst Preunel
Gasthaus „Zum Erbprinzen“ (undatiert)

Er könnte demnach „unser“ Erbprinz gewesen sein. Der 3. Prinz Gustav Adolf lebte von 1828 bis 1837, kommt also ebenfalls als Namensgeber in Frage.

Da Fürst Friedrich Günther bei seinem Tod 1867 keine lebenden Nachkommen hatte, führte sein Bruder Albert als Fürst von Schwarzburg-Rudolstadt die Regierung bis 1869, gefolgt von seinem Sohn Georg Albert (der auf dem Hügel recht fruchtbar war). Georg Albert blieb unverheiratet und starb 1890 (offiziell) kinderlos – im Amt des Landesfürsten gefolgt von seinem Cousin Günther Victor, dem letzten Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt, von 1909 bis 1918 in Personal­union zugleich Fürst von Schwarzburg-Sondershausen.

Die Fleischerei

Die Fleischerei Preunel befand sich im Hause der heutigen Poststelle Sonneberger Straße 3. Es muss aber noch ein zweites Geschäft im Ort gegeben haben – ich vermute neben der Apotheke, Rudolstädter Straße 78.

Das Haus

1811: „unterer Bäcker“, Georg Gottfried Wilhelm.
mindestens ab 1811: Bäckerei Wilhelm,
mindestens ab 1823: Laborant Nicolaus Wilhelm, der 1823 eine Kegelbahn errichtete.
1832: Gasthof „Zum Erbprinzen“.
1857: Gemeindegasthof.
1881: Preunel; Ernst, Bierbrauerei, Fleischer, Gastwirtschaft.
1906
: Preunel, Ernst, Witwe, Gasthof.
1909: Preunel, Ernst, Witwe, Inh. Robert Preunel, Fleischermeister und Gastwirt.
1921: Oeler, Bruno, Gastwirtschaft und Fleischerei.
1931: Oeler, Bruno, Gastwirtschaft „Zum Erbprinzen“.
1933: Krauße, Walter, Fleischer; Oeler, Bruno, Fleischermeister, Fleischerei u. Gasthaus „Zum Erbprinzen“; Oeler, Marta; Preunel, Ernst, Schlosser; Witschel, Albert, landw. Arbeiter.
1936: Oeler, Bruno, Gasthaus „Zum Erbprinzen“.
1949: Karhweg, Emil, Invalid; Oeler, Anna, Gastwirtin; Schamberger, Paul, Fleischer.
1956: Oeler, Anna, Gastwirtin.
1975: Gaststätte „Zur Schenke“.

Stammbaum Preunel in Teilen vorhanden.

>>> andere Straßenseite abwärts <<<

9 (alt: 231-233)

Gasthof „Goldener Anker“

1881: Koch, Meta, Gastwirtschaft.
1906: Koch, Karl, Gastwirt „Zum goldenen Anker“ (bis 1931).
1936
: Koch, Anna (Inhaberin), Hoteliere.
1949: Bergmann, Max, Fabrikant
danach
: Ilse Bergmann.
DDR-Zeit: FDGB-Ferienheim „Am Markt“.
1999: abgebrannt und abgerissen.


G
asthof „Zum goldenen Anker“
(beide Fotos sind nicht datiert)


Oberer Markt auf historischen Postkarten


Zu 9 (alt: 232)

1933: Joch, Käthe, Hausgehilfin; Koch, Anna, Hoteliere; Koch, Rudolf, Geschäftsführer; Wenk, Lucie, Hausgehilfin.



10 (alt: 235)

Fröbelhaus (vormals Pfarrhaus)

vor 1640: Pfarrhaus.
1640: abgebrannt.
1647 – 1651: Neubau des jetzigen Gebäudes nach dem Brand.
1782: Geburtshaus Friedrich Fröbel.
1900: Entstehungsbrände am 11. und 12. April.
1909: Drescher, Pfarrer.
1921: Kirsten, Alfred, Pfarrer, Oberpfarrer (bis 1933).
1936: Schmidt, August, Pfarrer (bis 1941).

Von Pfarrer August Schmidt liegt ein umfangreicher Lebenslauf mit vielen Bezügen zu Oberweißbach vor.

1937: Kindergarten (bis 1982).
1982: Fröbelmuseum.

11 (alt: 236)

Ehem. „Mädchenschule“

vor 1734: Backhaus.
ab 1734: Gemeindekeller.
1808: Vergrößerung Gemeindekeller.
1812: Tanzsaal auf dem Gemeindekeller.
1859: 20. Oktober: Einweihung der Mädchenschule.
1921: Uting, Emil, Organist (Mädchen-Lehrer).

Markt 10 – Fröbels Geburtshaus
mit Marktbrunnen, Spritzenhaus und Friedhofseingang

noch 11 (alt: 236)

bis 1945: Flüchtlingslager.
später
: Glühlampenfabrik Gebr. Ludwig.
dann: Zentrale Ausbildungsstätte (ZAS) des NARVA-Glühlampenwerkes.
dann: Abriss und Neubau.
2019: AWO betreutes Wohnen.

Werkunterricht in der DDR:
Hier war u.a. die Wirkungsstätte von Herrn Preuß, die wir zwecks Werkunterrichts wöchentlich aufzusuchen hatten.

Herr Preuß trug stets einen hellblauen Perlon-Kittel, in dessen Taschen sich eine Unmenge kleiner Bleistift-Stummel befand.

Zentrale Ausbildungsstätte (ZAS) des NARVA-Glühlampenwerkes
in den 1970er Jahren

Gefertigt wurden im Werkunterricht z.B. Holz­kästchen mit mehreren Fächern, etwa für verschiedene Größen von Nägeln, ein Schürhaken für den Kachelofen und später – bei Herrn Lichtenheldt oder Herbert Bachmann – das obligatorische Scharnier. Sägen, Feilen, Bohren…

12 (alt: 237)

Haus oberhalb Gasse.

vor 1804: (Vorgängergebäude) zur Mädchenschule gehörig.
1857: abgebrannt.
1904: Steindruckerei Raimund Harraß.
1904: brennen dieses Haus sowie evtl. früher daneben oder dahinter gelegene Wohnhäuser nebst Scheunen und Schuppen ab.

Von Raimund Harraß gedrucktes Fröbel-Porträt

1909: Harraß, Raimund, Buch- und Steindruckerei.
1921: Harraß, Raimund, Kaufmann, Lithographische Anstalt; Franke, Karl, Lithograph; Franke, Emma.
1931: Harraß, Raimund, Kaufmann, Lithographische Anstalt (Steindruckerei).
1933: Harraß, Raimund, Buchhändler.



1936: Franke, Karl, Steindruckerei, Lithograph (bis 1949).
1949: Preßler, Arno, Thermometermacher.
später: Textilwaren Zerrenner.
DDR-Zeit: HO-Elektrowaren (Zerrenner).

Bei Frau Zerrenner konnte man die begehrten K 60 Magnet­band-Kassetten erwerben, das Stück zu 20 Mark. Aber auch Klingel­draht, Glühlampen, Taschenlampen nebst Batterien, Radios, Fernseher, Stromregler oder Konverter konnte man kaufen.

Stromregler? Ja, wegen der Stromschwankungen.

Und Konverter? Der war unverzichtbar, denn – im Zusammen­spiel mit einer ebenfalls bei Frau Zerrenner erhältlichen Antennen-Weiche – ermöglichte dieses kleine Gerät den perfekten Empfang von ARD und ZDF.


Markt 1925


Markt 1957


Markt undatiert

***



Rudolstädter Straße (abwärts rechts 73 - 130)

73 (alt: 238)

Haus unterhalb der Gasse.

nach dem Brand 1857 neu erbaut.
1869:
Dinkler, Karl, Thüringer medizinische Spezialitäten.

1881: Dinkler, Karl, Olitätenhändler.
1906: Dinkler, Carl, Laborant (ohne Nr.).
1909: Dinkler, Karl, Laborant (ohne Nr.).
1913: Dinkler, Max, Kaufmann & geb. Eberhardt, Clara.
1921: Dinkler, Karl, chemisch-pharmazeutische Präparate, Thüringer Spezialitäten (gegründet 1869), Holzdreherei.
1931: Dinkler, Karl, chemisch-pharmazeutische Präparate, Thüringer Spezialitäten, Holzdreherei; Dinkler, Max, chemisch-pharmazeutische Präparate, Thüringer Spezialitäten; Hertlein, Edmund, Studien-Assessor.
1933: Dinkler, Karl, Architekt; Dinkler, Max, Laborant; Schramm, Fritz, Bürovorsteher.
1936: Dinkler, Karl, Architekt; Dinkler, Max, Laborant.
1941: Dinkler, Hans, Drogist; Dinkler, Karl, Architekt; Dinkler, Max, Laborant.


1949: Alzen, Ilse, Hausfrau; Dinkler, Max, Kaufmann; Dinkler, Karl, Kaufmann; Steller, Anna, Hausfrau.
1956: Dinkler, Karl, chemisch-pharmazeutische Fabrik.
1975: Götze.

Stammbaum Dinkler vorhanden.

74 (alt: 240)

1857: Holzhey, Willy, ungefährer Ausbruchsort des großen Brandes 1857.
1921: Henkel, Alfred, Landwirt (bis 1949).
1933: Henkel, Anna, Landwirtin.
später: Horn.

75 (alt: 241)

„Sixer“

1914 (?): Preßler, Emil; Preßler, Rosa.
1919: Henkel, Paul; Henkel, Ella Clara.
1921: Henkel, Emil, Oberpostschaffner (bis 1931); Henkel, Paul, Glasbläser (bis 1949); Richter, Moritz, Fleischer (bis 1931).
1933: Hofmann, Friedrich, Dekorationsmaler.
1949: Preßler, Rosa, Witwe.
später: Nippold.

76 (alt: 242)

1881: Danz, Traugott, Klempner.
1921: Arndt, Ferdinand, Postschaffner, Danz, Traugott, Klempnermeister.
1931
: Klötzer, Fritz, Lehrer (bis 1933).
1933
: Danz, Helene (bis 1949); Danz, Ida.
1936: Wilhelm, Rudolf, Lehrer.
1941: Wilhelm, Paul, Sparkassenangestellter.
1949: Rottenau, Kurt, Schuhmacher; Schwabe, Karl, Elektriker; Wosnitz, Ferdinand, Bauarbeiter.

Feuerwehrgerätehaus 1958 – 1975

1958 (?): altes Feuerwehrgerätehaus (hinter dem Kantorat, bis 1975).

77 (alt: 243)

Mathildenstiftung

1893: Mathildenstiftung.
1898: Mathildenstiftung.
1921: Schwester Louise, Mathildenstiftung.

Rudolstädter Straße 77 – Matthildenstift

1931: Walther, Rudolf, Gemeinderechnungsführer.
1933: Buchmann, Eline, Diakonisse; Rothe, Lina, Diakonisse; Walther, Rudolf, Gemeinderechnungsführer.
1936: Jahn, Louise, Diakonisse.
später: Mathildenstiftung: Schwester Luise; Buchmann, Eline, Diakonissin; Jahn, Louise, Diakonissin; Lenk, Ella, Diakonissin; Schwester Marianne (?); Vieweg, Ella.

„Schwester Ella“ (1946 bis 1977 in Oberweißbach), starb mit über 100 Jahren in Eisenach.

1975: Ullrich.
DDR-Zeit bis heute: Ev. Kantorat.

? (alt: 243a)

1921: Lattermann, Rudolf, Bäcker.

78 (alt: 244 und 244a)

1881: Himmelreich, Gottfried, Fleischer.
1896: Vogelmann, Ernst, Fleischer (Eigentümer: Himmelreich, Gottfried).
1896
: 18. Mai: Dachstuhlbrand.
1921: Eichhorn, Emil, Laborant; Köhler, Kurt; Köhler, Lonny.
1930: Schneider, Max; Schneider, Ella.
1931: Hampe, Otto, Fabrikant; Kleber, Kurt, Glasbläser.
1933: Köhler, Kurt, Glasbläser (alt: 244a); Schamberger, Hermann, Vollziehungsbeamter; Schneider, Otto, Glasbläser; Walther, Anna, Glasarbeiterin.
1936: Bauer, Otto, Glasbläser; Köhler, Kurt, Glasbläser; Schneider, Otto, Glasbläser.
1941: Bauer, Otto, Glasbläser; Jahn, Alfred, Glasbläser; Köhler, Kurt, Glasbläser; Schneider, Otto, Glasbläser.
1949: Jahn, Alfred, Glasbläser; Köhler, Kurt, Arbeiter; Schneider, Max, Glasbläser.
später: Ehle, Blumenladen.

Rudolstädter Straße 79 – Apotheke



Wiederaufbau nach der Explosion 1895

79 (alt: 245)

Fröbel-Apotheke

1732: Apotheke und Drogenhandlung von Friedrich Karl Langenbeck.
1826: Dr. Worm und Schönauische Apotheke.

1864 brennt das hinter der Apotheke befindliche Schönau‘sche Gartenhaus – vormals ein repräsentatives Bauwerk u.a. mit Marmortreppen – komplett ab. Zuletzt befand sich darin eine Zündholzfabrik.

1881: Apotheke „Dr. Worm & Schönau“, Inh. Richard Hopfe.
1895, 1. September: Explosion, Apotheker Hopfe (verbrannt) und Provisor Ehrhardt (zerrissen) kommen ums Leben, Handelsmann Oskar Liebmann wird verletzt (Haare brennen, kann sich zum Brunnen (welchen?) retten).
1906: Langenbeck, Fr. Karl, Apotheker, Fabrik pharmaz. Präparate (ohne Nr.).
1909: Langenbeck, Fr. Karl, Nachf., Inh. Apotheker Simon, Apotheke und Fabrik pharmazeut. Präparate.
1921: Friedrich Karl Langenbeck Nachfolger.
1930: Stöhr, Max, Kraftwagenführer, Stöhr, Else.
1931: Böttger, Max, Schneider; Hentschel, Hans, Apotheker; Heppe, Karl, Apotheker.
1933: Bauer, Grete, Angestellte; Busch, Thora, Pensionärin; Göhring, Hedwig; Hentschel, Hans, Apotheke u. chem.-pharmaz. Fabrik; Hertlein, Eduard, Studienrat; Jahn, Louise, Diakonisse
Pröschold, Otto, Fabrikant; Schmidt, Hugo, Glasbläser; Schüssler, Wulf, Apotheker.
1936: Henschel, Hans, Apotheker; Henschel, Annemarie, geb. Lichtenheldt (aus Meuselbach).
1941: Henschel, Hans, Apotheker.
1949: Henschel, Hans, Apotheker; Kliche, Charlotte, Hausfrau; Marotz, Brunhilde, Apothekerin; Naujukat, Fritz, Holzhauer; Steinig, Ida, Reinemachfrau.
1967: Apotheker Manfred Heyder.
heute: Fröbel-Apotheke, Susann Gutheil.

79a (neu)

80 (Alt: 246)

„Trautners Haus“.

Richard Trautner, eigentlich Adolf Richard Trautner, wurde geboren am 12.02.1846 in Trockenborn bei Kahla. Von Beruf war er Gerichtsvollzieher.

1885 gründet Trautner den Zweigverein Oberweißbach des Thüringerwald-Vereins.

Am 8. Januar 1886 beauftragt er den Bezirksbaumeister mit der Anfertigung eines Risses zur Errichtung des Fröbel­turms. Diese Idee ist für Trautner Anlass, am 21. April 1887 auch den Fröbelverein ins Leben zu rufen.

Zum 106. Geburtstag Fröbels, am 21.April 1888 um 16:00 Uhr wird der Grundstein zum Fröbelturm gelegt. Richard Trautner spricht die Worte zum Festakt.

Unter reger Anteilnahme der Bevölkerung – es sind etwa 2.000 Personen – wird am 27. Juli 1890 der Fröbelturm eingeweiht. Bürgermeister Eberhardt hält die Begrüßungs­rede, Pfarrer Rausch vom Fröbelverein die Festrede.

Richard Trautner ist von 1898 bis 1913 im Thüringer Landesfeuerwehrverband tätig und setzt sich dort vor allem für die soziale Absicherung und den Versicherungsschutz der Feuerwehrangehörigen ein. Als Bezirksbrandmeister vertritt er um 1900 den Feuerwehr-Verbandsbezirk III Oberweißbach.

Am 7. Januar 1924 stirbt Richard Trautner in Oberweißbach an Leberkrebs.

Quellen zu Richard Trautner im Staatsarchiv Rudolstadt

1919 (?): Graf, Edmund; Graf, Frieda.
1921: Hampe, Auguste, Handelsfrau; Neo Iso Werke.
1925: Hertwig, Fritz; Hertwig, Klara.
1931: Bäckerei Bruno Thiemich; Schubert, Hermann, Gerichtsvollzieher; Tragsdorf, Paul, Lehrer; Lenk, Leopold Max, Holzarbeiter; Schmidt, Karl Otto, Amtsgerichtsrat; Appelfeller, Peter, Zinographik; Graf, Edmund, Glasbläser; Bäckerei Taubeneck.

Zinographik ist eine Form der Zinkätzung zur Erzeugung von Druckvorlagen.

1933: Conradi, Max, Arbeiter; Graf, Edmund, Glasbläser; Graf, Kurt, Glasbläser; Graf, Rudolf, Glasbläser; Hertwig, Fritz, Glasbläser; Müller, Emmy, Hausgehilfin; Müller, Gustav, Glaswarenfabrik; Müller, Rosa, Hausgehilfin; Thiemich, Bruno, Bäckermeister.
1935: Bock, Max; Bock, Gertrud.
1936: Brödel, Karl, Graveur; Conradi, Max, Arbeiter; Galander, Paul, Bäcker; Graf, Edmund, Glasbläser; Hertwig, Fritz, Glasbläser; Müller, Gustav, Glasbläser; Schmidt, Hugo, Glasbläser; Ulrich, Fritz, Arbeiter.

Rudolstädter Straße 80 – nach dem Brand 1937

Rudolstädter Straße 79 (Apotheke) und 80

1937: Dachstuhlbrand.
1941: Brödel, Karl, Graveur; Galander, Paul, Bäcker; Conradi, Max, Arbeiter; Galander, Paul, Bäcker; 


Rudolstädter Straße 80 nach dem Brand am 24.05.2005

Rudolstädter Straße 84 vor Verfall und Abriss

Graf, Edmund, Glasbläser; Hampe, Karl, Dekorationsmaler; Hertwig, Fritz, Glasbläser; Höhne, Heinz, Stud.-Ass.; Kliche, Robert, Apotheker; Lehmann, August, Rentner; Müller, Gustav, Glasbläser; Schmidt, Hugo, Glasbläser; Ulrich, Fritz, Arbeiter; Wilhelm, Heinz, Gewerbelehrer.
1949: Bock, Max, Zimmermann; Erler, Josef, Zimmermann; Graf, Roland, Glasbläser; Graf, Edmund, Glasbläser; Hertwig, Louis, Desinfektor; Hertwig, Fritz, Glasbläser; Lehmann, Margarete, Witwe; Marek, Alois, Arbeiter; Pidde, Gertrud, Glasarbeiterin; Rischer, Hildegard, Arbeiterin; Schall, Hermann, Studienrat; Schindler, Elfriede, Glasarbeiterin; Stanka, Emil, Bauarbeiter; Treichel, Kurt, Arbeiter; Werner, Emil, Arbeiter; Dettner, (?); Kirstein, Waltraud.
1956: Taubeneck.
1975: Matz, Ewald, Bäckerei.
DDR-Zeit: Bäckerei Taubeneck; Bäckerei Matz.
2005: Dachstuhlbrand.

80a (neu)

81 (alt: 247)

„Suppe“

1921: Ehrhardt, Alfred, Sattlermeister (bis 1941); Heißer, Edmund, Friseur; Lindner, Hugo, Bureauvorsteher, Gerichtsassistent, Kanzleiangestellter, Justizangestellter (bis 1949).
1936: Appelfeller, Peter, Kopierer.
1949: Lindner, Wuni.

Wenn dieses Foto farbig wäre …

82 (alt: 248)

1911 (?): Bergmann, Rudolf, Thermometermacher (bis 1949); Bergmann, Rosa.
1920 (?): Wiegand, Otto, Glasbläser (bis 1949); Wiegand, Elise.
1921: Himmelreich, Hulda, Tagelöhnerin (bis 1931); Himmelreich, Paul, Briefträger; Wiegand, Otto, Glasbläser (bis 1949).
1933: Himmelreich, Auguste, Hausgehilfin; Himmelreich, Hermine, Aufwärterin (bis 1941).
1936: Himmelreich, Erich, Glasbläser (bis 1941); Himmel­reich, Anne.
1949: Wisser, Fritz, Glasbläser.

83 (alt: 249)

„Cornel“

1921: Ehrhardt, Gustav, Maurer; Franke, Cornelius, Glasermeister (bis 1933).
1933: Franke, Ernst, Glaser; Reise, Kurt, Glasbläser.
1935: Franke, Ernst, Glaser („Cornel“ – bis 1949); Franke, Martha Rosa.
1936: Franke, Anna, Witwe (bis 1949); Reise, Kurt, Glasbläser (bis 1941).
1949: Stelzer, Martha, Hausfrau; Worm, Elise, Witwe.
später: Franke, Günther („Cornel“).

Günther, wir brauchen eine Holzkiste: 3 m breit, 3 m lang, 2,50 m hoch! Kein Problem für „Cornel“! Eifrig baut er in seiner Werk­statt die gewünschte Holzkiste – Ehrensache! Doch ach! Der Auftrag war ein Schabernack! Die Kiste ist nämlich viel zu groß, um sie durch Tür oder Fenster ins Freie zu transportieren. Was wohl aus der Kiste wurde?

Günther Franke, der letzte einer über 100-jährigen Glaser-Familie, ist 2024 verstorben.

84 (Alt: 250) – abgerissen

1921: von Ende, Adolf; Worm, Emil, Handelsmann (bis 1941).
1923: Worm, Hugo, Glasbläser (bis 1949); Worm, Paula.
1949: Ehrhardt, Emmy, Hausfrau; Groschup, Franz, Straßenarbeiter.
zuletzt: Worm.

85 (alt: 251)

„Spediteurs“

1904: Schneider, Karl, Thermometermacher.
1904: Am 17.09.1904 brannten Stall und Scheune dieses Anwesens komplett nieder.
1915: Walther, Ernst, Postschaffner; Walther, Helene.
1921: Schneider, Karl sen., Thermometerfabrikant.
1931: Pichuleck, Karl; Walther, Ernst, Postschaffner.
1933: Escher, Ernst, Telegrafen-Leitungsaufseher, seit 1925 Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Oberweißbach, (1936 in der Lichtenhainer Straße 14); Escher, Rudi, Buchdrucker; Walther, Ernst, Postschaffner.
1936: Walther, Ernst, Postschaffner.
1941: Ulrich, Hugo, Glasbläser; Walther, Ernst, Postschaffner; Walther, Paul, Hilfsarbeiter.
1949: Hujer, Pauline, Hausfrau; Walther, Ernst, Postschaffner (Er (?) fuhr später einen PKW, der eine Mischung aus „Wartburg“ und „Mercedes“ war – vorne Mercedes – hinten Wartburg); Walther, Paul, Glasbläser.
1975: Henkel.

86 (alt: 252)

1916 (?): Hattop, Waldemar, Glasbläsermeister (bis 1949); Hattop, Gertrud.
1921: Hattop, Karl, Bäckermeister (bis 1941).
1949: Hattop, Hermann, Bäcker; Kayser, Nanny, Glasarbeiterin; Liebmann, Agnes, Näherin.
später: Seel.

87 (alt: 253)

1906: Walther, Oskar, Laborantengeschäft (ohne Nr. – bis 1921).
1931: Escher, Ernst, Telegraphen-Leitungsaufseher; Walther, Emma, Laborantin (bis 1933).
1933: Albrecht, Otto, Postschaffner (bis 1936).
1936: Götze, Rudolf, Glasbläser (bis 1941).
1949: Bauer, Otto, Glasbläser; Eckhard, Otto, Kunstmaler; Franke, Hugo, chem. Arbeiter; Paege, Johanna, Hausgehilfin.
1975: Köhler, Siegfried.

87a

ehem. Bischoff.

88 (alt: 254)

„Onkel Hans“

1921: Jahn, Otto, Schlossermeister (bis 1941); Jahn, Paul, Schlosser, Kohlehändler  (bis 1956); Jahn, Martha, geb. Preunel (Kohlen­handlung & Biergroßverlag).
1922: Jahn, Mathilde Annemarie.
1924: Jahn, Lieselotte Ilse.
1929: Jahn, Oskar Rolf.
1933: Ehrhardt, Anna, Glasarbeiterin (bis 1941); Ehrhardt, Lonny, Glasarbeiterin.
1949: Jahn, Rolf, Kraftfahrer.
1956: Jahn, Paul & Rolf, Lastfuhren.
1975: Arnoldt, Hans, Kohlehandlung in Komm. VEB Kohlehandel Suhl.
DDR-Zeit: Arnoldt, Hans, „Onkel Hans“, Kohlehandel.
später: Burkhardt, Anette, Getränkehandel.

Was zum Teufel ist ein Bierverlag?

Ganz einfach! Bier wurde früher nicht in Flaschen, sondern in Holzfässern zu einem sog. „Verleger“ transportiert. Der hat dann das kühle Blonde mittels einer Abfüllanlage in Flaschen abgefüllt, verkorkt und anschließend verkauft. So hielt es auch meine Ur-Großmutter Ida Lichtenheldt, geb. Franke. Die war zwar kein Verleger, aber sie betrieb eine Flaschenbierhandlung.

Dass genau hier nach der Wende wieder ein Handels­geschäft mit Bier entstand, ist vielleicht kein Zufall (Anette Burkhardt, Getränkehandel).

89 (alt: 255)

1911 (?): Bähring, Liebrecht, Glasbläser (bis 1941); Bähring, Anna Rosa, geb. Fichtmüller.
1921: Ehrhardt, Amalie, Perlenmacherin; Wallenhauer, Ernestine, Tagelöhnerin; Witzmann, Hugo, Barbier.
1933: Bähring, Dora, Glasarbeiterin; Bähring, Helene, Glasarbeiterin; Schwabe, Erich, Glasbläser.
1936: Ehrhardt, Rudolf, Glasbläser (bis 1949); Ehrhardt, Helene.
AB 1949: Bähring, Karl, Glasbläser.

90 (alt: 256-257)

1881: Wiegand, Wilhelm, Kleiderhandlung.
1903 (?): Schneider, Alfred; Schneider, Frieda.
1921: Bärschneider, Otto, Glasarbeiter (257); Schneider, Alfred, Thermometermacher (256); Spiegelberg, Reinhold, Bäcker (256); Trautner, Richard, Gerichtsvollzieher a. D. (256); Wiegand, Wilhelm, Schuhmacher (257).
1931: Schmeißer, Hermann, Handelsmann (257); Schneider, Alfred, Thermometermacher (256); Spiegelberg, Reinhold, Packer (256); Trautner, Clara, Witwe (256).
1933: Bock, Hugo, Holzhauer (257); Schmeißer, Hermann, Gemüsehändler (257); Schneider, Alfred, Glasbläser (256); Spiegelberg, Reinhold, Packer (256); Spiegelberg, Waltraud, Packerin (256).
1936: Löchner, Anselm, Glasbläser; Schneider, Alfred, Glasbläser.
1941: Löchner, Anselm, Glasbläser; Schneider, Alfred, Glasbläser.
1949: Henkel, Magdalene, Glasarbeiterin; Schneider, Alfred, Glasbläser.
zuletzt: Fischer.

91 (alt: 258 und 258a) – abgerissen.

1916 (?): Schmeißer, Ludwig; Schmeißer, Helene.
1921: Fehn, Wilhelm, Sattlermeister (bis 1936).
1930: Bock, Hugo, Hutmann (bis 1941; Bock, Erna
1931: Appelfeller, Hans, Glasbläser (258a); Appelfeller, Max, Glasbläser (258a).
1933: Fehn, Liesbeth, Kontoristin.
1936: Schmeisser, Helene, Glasarbeiterin (bis 1949); Gräf, Karl, Glasbläser (bis 1949); Schneider, Emmy Hertha.
1941: Schmeisser, Oskar, Hilfsarbeiter.

92 (siehe oben 258a)

1903 (?): Fehn, Wilhelm; Fehn, Hertha.
1949: Dittrich, Ferdinand, Maurer; Fehn, Bertha, Witwe.
DDR: Müller („Bremsknüttel“), Fam. Otto.

93 (alt: 259)

1921: Breternitz, Alfred, Glasbläser (bis 1949); Breternitz, Marie; Ludwig, Louis, Schieferbrucharbeiter.
1931: Ludwig, Emma, Witwe (bis 1933).

94 (alt: 259a)

Haus weiter hinten.

1921: Enders, Liebrecht, Packer (bis 1933); Gunschmann, Alfred, Waldarbeiter (bis 1931).
1933: Enders, Erna, Hausgehilfin; Enders, Karl, Glasbläser (bis nach 1955).
DDR: Himmelreich.

95 (Alt: 260)

1903 (?): Bauer, Emil, Maurer (bis 1949); Bauer, Ida.
1921: Bergmann, Heinrich, Nachtwächter (bis 1931); Walther, Rudolf, Glasbläser.
1923: Bauer, Max, Kraftwagenführer (bis 1949); Bauer, Linda.
1929: Scherf, Hugo, Glasbläser (bis 1949), Scherf, Rosa.
1933: Bauer, Kurt, Handlungsgehilfe.
1949: Bauer, Max, Landwirt; Goppold, Barbara, Witwe.
später: Bauer, Edgar, Arztfahrer.

96 (alt: 261)

1921: Jahn, Albert, Graveur, Porzellan- und Glashandlung (bis 1941).
1933: Jahn, Rudolf, Kaufmann.
1936: Jahn, Rudolf; Jahn, Johanna.
1949: Eichhorn, Heinz, kaufm. Angestellter; Kichler, Oskar, Invalid.
1950: Am 31.12.1950 Scheunenbrand bei Reise.
1975: VEB Glasverarbeitung Neuhaus.
später: Schulz, Reise.

97 (alt: 262)

1909: Konsum- und Produktivverein egmbH
1921: Consumverein.
(?): Opradruy, Karl, Lagerhalter;  Opradruy, Gertrud.
1931
: Becker, Johannes, Konsum-Geschäftsführer; Consumverein; Konsum- und Produktivverein, Opradruy, Karl, Lagerhalter; Bäckerei Karl Bock (vor 1936 aufgegeben); Dietrich, Fritz, Konsumgeschäftsführer.
1933: Dietrich, Fritz, Geschäftsführer; Opradruy, Karl.
1936: Dietrich, Fritz, Geschäftsführer; Opradruy, Karl, Lagerhalter; Verbrauchergenossenschaft eGmbH Oberweißbach (bis 1941 verzeichnet).
1949: Bock, Rosa, Hausfrau; Ehrhardt, Oskar, Lagerhalter.
1956: KONSUM Fleischwaren.
bis 1960er Jahre: KONSUM-Bäckerei, angestellt: Bäcker Hattop, Otto (?); als Rentner zeitweise: Beck, NN; Bock, Karl.
1975: KONSUM Lebensmittel.

Rudolstädter Straße 97 > 102.
Sind das einige der 7 „Appelfeller-Mädchen“?

DDR-Zeit: KONSUM Lebensmittel (Christine Beyer: „Un was’n noch?“), Fleischerei Bornkessel.

98 (alt: 263)

Hier scheint einiges durcheinander zu gehen – Verwechslung der Hausnummern 98 und 99?

1909 (?): Heunemann, Paul, Graveur; Heunemann, Bertha, geb. Löser (eine heimliche Prinzessin 😊).
1921: Franke, Reinhold, Porzellanmaler; Götze, Rudolf, Glasbläser.
1924: Appelfeller, Oskar; Appelfeller, Emilie.
1933: Galander, Paul, Bäcker; Heunemann, Elsa, Glasarbeiterin; Heunemann, Magdalene, Glasarbeiterin, Heunemann, Margarete, Glasarbeiterin, Heunemann, Paul, Graveur.
1936: Appelfeller, Oskar, Zimmermann; Heunemann, Paul, Graveur; Heunemann, Paul, Graveur.
1941: Appelfeller, Oskar, Zimmermann; Heunemann, Paul, Graveur.
1949: Heunemann, Berta, Witwe; Wilhelm, Hermann, Glasbläser.
DDR-Zeit: Taubeneck / Heyn.



99 (alt: 264) – Haus 1954 abgebrannt.

1921: Appelfeller, Oskar, Zimmermann (bis 1933).
1933:  Voigt, Emilie.
1934: Appelfeller, Rudolf, Zimmermann (bis 1949); Appel­feller, Martha.
1936: Thieme, Marie, Schwester.
1937: Ludwig, Alfred.
1954: Dieses Haus brannte am 23.12.1954 ab. Die Kinder aus diesem und dem Nachbarhaus wurden zunächst nach Rudolstädter Straße 47 (Dumdei) gerettet. Das Haus wurde nicht wieder aufgebaut. Neues Haus Fröbelstraße 51.

Die Familie Appelfeller hatte 7 Kinder – alles Mädchen! Einige – es kann sich nur um die Kleinsten handeln – sind vielleicht auf dem Foto zu sehen.

100 (alt: 265)

1921: Kunold, Louis, Gerichtsvollzieher.
1931: Kunold, Ida, Witwe (bis 1941); Liebert, Franz Hans, Glasbläser; Liebert, Elise, Gertrud, Marie (bis 1933).
1933: Kunold, Hermann, Prokurist (bis 1936).
1941: Sorge, Max, Buchhalter.
1949: Ludwig, Max, Fabrikant; Ludwig, Martha, Witwe.

101 (alt: 266)

1881: Vogelmann, Emil, Olitätenhändler (in diesem Haus?)
1909 (?): Vogelmann, Fritz, Laborant, Kaufmann (bis 1949); Vogelmann, Rosa.
1928 (?): Koch, Willy, Kaufmann (bis 1941); Koch, Uda (?).
1933: Walther, Karl, Geschäftsführer; Wilhelm, Ida, Rentnerin.
1936: Wilhelm, Elise, Glasarbeiterin (bis 1949).
1949: Funk, Marie, Hausfrau; Wilhelm, Rudolf, Buchhalter.
später: Speiser.

102 (alt: 267-268)

„Schönstedt“

1908 (?): Vogelmann, Fritz.
1921: Kämpfe, Adolf, Gerichtsassessor; Trapp, Cäsar, Bäckermeister, Bäckerei (268); Vogelmann, Fritz, Laborant.
1931: Trapp, Cäsar, Bäckermeister (Bäckerei, 268); Trapp, Rudolf, Laborant (268); Wilhelm, Ida, Perlenmacherin; Walther, Karl, Krankenkassengeschäftsführer; Vogelmann, Fritz, Laborant.
1933: Trapp, Cäsar, Bäckermeister; Trapp, Eduard, Kaufmann; Trapp, Elly; Trapp, Rudolf, Laborant (alle 268).
1936: Trapp, Cäsar, Bäckermeister.
1941: Trapp, Cäsar, Bäckermeister.
1949
: Heinrich, Günther, Schlosser; Heinrich, Robert, Schmied;

Rudolstädter Straße 101 > 102 („Cäsar Trapp, Bäckermeister“).
Nr. 104 in der Vergrößerung zu erkennen:
„bei Ulrichs“ – ein kleines Geschäft (Gemüse- und Milchlädchen)

Hofmann, Hedwig, Hausfrau; Lux, Erich, Prokurist; Weidl, Anton, Rentner.
1975: Kooperationsgemeinschaft Schönstedt, Ferienheim.
letzte Besitzerin: Frau Heinrich.

Dieses einst repräsentative Gebäude wurde zu DDR-Zeiten zum Ferienheim umgebaut. Durch den vorderen Anbau entstanden Garagen und ein schöner Gastraum, wofür allerdings die hohe Treppe und der portalartige Haupt­eingang weichen mussten.
Nach der Wende diente das Hintergebäude als Wohnung für sozial schwache Familien, dann als Unterkunft für Russlanddeutsche. Derzeit ist das gesamte Gebäude dem Verfall preisgegeben.

103 (alt: 268a)

1908 (?): Wallenhauer, Albin.
1921: Appelfeller, Alfred, Fabrikant, Glaswaren (bis 1975).
1924: Appelfeller, Max; Appelfeller, Nanny.
1933: Appelfeller, Erich, Glasbläser; Appelfeller, Klara, Glasarbeiterin; Appelfeller, Max, Glasbläser, Verwaltungsangestellter (bis 1949).
später: Appelfeller.


Links: Rudolstädter Straße 102 > 101

104 (alt: 269)

AB 1931: Gräf, Paul Otto & geb. Ulrich, Anni; Ulrich, Karl, Angestellter der Bergbahn.
1933
: Ulrich, Arno, Milchhändler; Ulrich, Emil, Gemüsehändler (bis 1941).
1949: Gräf, Anneliese (Anni – bis in die 1970er Jahre), Glas­arbeiterin.

Unbestätigten Erzählungen zufolge sollen bei Baumaß­nahmen vor diesem Haus Hinweise auf ein früher dort befindliches Brauhaus entdeckt worden sein. Weiß jemand etwas darüber?

105 (alt: 270)

1920 (?): Bergmann, Paul, Glasbläser, chem. Arbeiter (bis 1949); Bergmann, Elise.
1921: Bergmann, Louis, Oberpostschaffner (bis 1933).
DDR-Zeit und später: Albrecht Willi, Stadtbrandinspektor.

106 (alt: 271)

(?): Graf, Kurt; Graf, Helene.
1921: Anders, Emil, Korbmacher (bis 1933), Anders Otto, Korbmacher (bis 1949); Anders, Ella.

Die Korbmacherei muss noch bis in die späten 1960er Jahre bestanden haben, da ich mich noch an den Innenraum erinnern kann.

107 (alt: 272)

Haus steht zurückgesetzt.

1921: Appelfeller, Traugott, Zimmermeister.
1931: Appelfeller, Paul, Glasbläser (bis 1941).
1949: Brödel, Karl, Photograph; Dumdei, Erich, Photogehilfe.

Vom Fotografen Brödel hat sicher so mancher Oberweiß­bacher noch Fotos – und weiß es vielleicht gar nicht?

„Schwarzens Lücke“

108 (alt: 273)

„bei Schwarzens“

1921: Franke, Berta, Handelsfrau (bis 1931).
1933: Paschold, Oskar, Stadtförster (bis 1949).
1949: Kostyra, Anna, Glasarbeiterin; Kunold, Helene, Hausfrau.
1975: Heinle.

109 (alt: 274)

1921: Köhler, Otto, Gaswerksarbeiter; Schneider, Rudolf, Glasbläser.
1926: Köhler, Karl; Köhler, Ida.
1927: Nentwich, Heinrich; Nentwich, Elise, geb. Lichtenheldt.
1929
: Graf, Alfred; Graf, Greta.
1931: Kleber, Karl, Schlosser; Köhler, Otto, Gaswerker.
1932: Köhler, Alfred; Köhler, Rosa.
1933: Graf, Alfred, Maurer; Köhler, Alfred, Glasbläser; Köhler, Karl, Schlosser; Köhler, Otto, Heizer.
1936: Köhler, Alfred, Glasbläser; Köhler, Karl, Schlosser; Köhler, Otto, Arbeiter; Leopold, Emmeline, Witwe.
1941: Köhler, Alfred, Glasbläser; Köhler, Karl, Schlosser; Köhler, Otto, Arbeiter.
1949: Graf, Alfred, Glasbläser; Köhler, Martha, Hausfrau; Köhler, Karl, Schlosser.
später: Hösl.

Diese Familie hatte ein herzkrankes Mädchen, an das ich mich noch erinnern kann. Sie hieß Marina und starb schon als Kind.

110 (alt: 275)

1902 (?): Schöler, Ernst, Tischlermeister (bis 1941); Schöler, Luise.
1929: Schöler, Fritz, Tischler (bis 1933); Schöler, Milda.
1933: Schöler, Max, Handlungsgehilfe, Glasbläser (bis 1949).
später: Ott.

111 (alt: 276)

1911 (?): Winzer, Erwin, Materialwarenladen, Drogenhandlung (bis 1941); Winzer, Agnes.
1931: Winzer, Erwin, Drogenhandlung, später: Winzer, Ella (hatte eine Mohnpresse im Hausflur).
1933: Winzer, Erich, Handlungsgehilfe.
1949: Winzer, Agnes, Geschäftsinhaberin.
später: Fünfstück.

112 und 113 (alt: 277 und 278)

112

Ulla Heinze, genannt „Frau Fröbel“ mit Familie

113

„bei Klebers“

Zusammenhang 112 und 113 unklar: 1900 = 2 Häuser (zwei Brände 1900 und 1904, beides Brandstiftung). Außerdem verfügte der alte „Thüringer Hof“ (113) über eine Kegelbahn, die wohl das Ziel einer der beiden Brandstiftungen war.

1881 (unsicher): Lotze, Wilhelm, Olitätenhändler.
1900
: Lotze, Emil, Restaurateur (alter „Thüringer Hof“).
1900: Scheunenbrand, vermutlich nach Brandstiftung.
1904: Brand Wohnhaus und Kegelbahn.
1909: Lotze, Emil, Fleischer und Restaurateur.
1914 (?): Hampe, Otto, Glasbläser u. Fabrikant; Hampe, Paula.
1921: Kleber & Schneider, Glaswarenfabrik und Gasthaus „Thüringer Hof“.
bis 1928: Gasthaus „Thüringer Hof“ (278); Roth, Richard, Fleischer und Gastwirt (278).
1931: Kuhn, Erich, Korrespondent (278); Schneider, Albert, Prokurist; Kleber & Schneider, Glaswarenfabrik; Kleber, P., Fabrikant (278).
1933: Berger, Marie, Witwe (278); Hampe, Otto, Glaswaren­fabrikant; Kuhn, Erich, Kaufmann (278); Kleber, Paul, Glas­warenfabrik (278); Richter, Emma, Witwe (278); Schneider, Albert, Glasbläser (278); Wehnert, Margarete (278).
1936: Hampe, Otto, Glaswarenfabrikant; (277);  Kleber, Paul, Glaswarenfabrik (278); Kuhn, Erich, Kaufmann (278); Schneider, Albert, Glasbläser (277).
1941: Kleber, Paul, Glaswarenfabrik (278); Kuhn, Erich, Kaufmann (278); Schneider, Albert, Glasbläser (277); Hampe, Otto, Glaswarenfabrikant (277).
1949: Breitenbach, Hildegard, Glasarbeiterin (278); Donatt, Walter, Kraftfahrer (278); Hampe, Otto, Fabrikant (277); Hampe, Roseliese, Hausfrau (277); Kleber, Hiltrud, Geschäftsführerin (278); Kuhn, Erich, Kaufmann (278); Stepanek, Alma, Hausfrau (278).
1956: Kleber, Paul, Glaswaren.
1975: VEB Glasverarbeitung Neuhaus; Kleber, Paul, Glaswaren.

Gasthaus „Thüringer Hof“ vor 1928
Dazu gehörte eine Kegelbahn hinter dem Haus

? (alt: 279)

„Hampens Lücke“

114 (alt: 280)

1904: Götze (?).
1921: Hampe, Albin, Schuhmacher (bis 1949).
1931: Hampe, Otto, Schuhmacher­meister (bis 1949).
1936: Hampe, Otto, Schuhmachermeister; Hampe, Elly.
später: Hampe.

115 (alt: 281)

1921: Himmelreich, Albert, Glasermeister (bis 1933); Himmelreich, Idor, Fabrikarbeiter, Landwirt (bis 1949).
1949: Himmelreich, Rudolf, kaufm. Angestellter.
später: Fam. Stolze.

116 (alt: 282)

1921: Neupert, Louis, Handelsmann.
1929: Neupert, Paul & geb. Pfeifer, Marie.
1931: Neupert, Louis, Handelsmann; Paul & Marie Neupert mit Söhnen Hermann und Manfred. (Hermann ist nach Heidenau b. Dresden verzogen).
1933: Neupert, Louis, Landwirt; Neupert, Otto, Handels­mann; Süßenguth, Rudolf, Postkraftwagenführer.
1936: Neupert, Louis, Landwirt; Neupert, Paul, Landwirt.
1941: Neupert, Paul, Landwirt.
1949: Eilhauer, Rudolf, Holzhauer; Neupert, Paul, Thermometermacher.
zuletzt: Neupert.

117 (alt: 283)

„bei Hillards“.

1881 (unsicher): Hillardt, August, Olitätenhändler.
1921: Unbehaun, Albin, Landwirt.
1924: Neupert, Otto, Handelsmann (bis 1949) & geb. Jahn, Marie.



Rudolstädter Straße 116



Rudolstädter Straße 117 – vermutlich Pfingsten 1938


Schlange stehen an der unteren Dreschmaschine bei Neuperts,
Rudolstädter Straße 117. Das Motorrad gehört Martin Neupert.

1949: Helmrich, Ernst, Friseur
DDR-Zeit
: Neupert, Martin, danach Neupert, Hans-Jürgen, Kfz-Werkstatt; Dreschmaschine und Schrotmühle bis 1966, Dreschmaschine danach im Bohnental.

118 (alt: 284)

„bei Fürschtens“

1870: Franke, Gottfried Ludwig, genannt Friedrich & geb. Preunel, Auguste Wilhelmine.
1921: Franke, Gottfried Ludwig (genannt Friedrich), Landwirt; Lichtenheldt, Oskar, Zimmermann.
1929: Lichtenheldt, Ida, geb. Franke; Lichtenheldt, Elise, Ernst und Kurt.
1931: Lichtenheldt, Oskar, Zimmermann.
1933: Beyer, Paula, Hausgehilfin; Franke, Helene; Lichtenheldt, Oskar, Zimmermann.
1935: Lichtenheldt, Ernst, Fleischer & geb. Preunel, gesch. Sode, Emmy.
1936: Lichtenheldt, Ida, Flaschenbierhandlung (bis 1949).
1946: Lichtenheldt, Kurt & Anna.
1949: Lichtenheldt, Ida, Witwe; Lichtenheldt, Anna, Hausfrau; Lichtenheldt, Emmy, geb. Preunel, Hausfrau.
DDR-Zeit: Lichtenheldt, Anna; Lichtenheldt, Rainer & Inge.

119 (alt: 285)

„bei Schiefners“

1921: Wilhelm, Karl, Kaufmann.
1931: Wilhelm, Otto, Handelsmann; Wilhelm, Rudolf und Martha.



Rudolstädter Straße, oben: 117 > 116

Otto Köhler & Kurt Ulrich
Im Hintergrund links: Rudolstädter Straße 118


Rudolstädter Straße 118
Aufnahme von 1942
120 (alt: 286)

An dieser Stelle befanden sich bis in die späten 1960er bzw. frühen 1970er Jahre zwei Häuser.

1921: Gerhardt, Friedrich, Schuhmacher; Scherf (lt. Adress­buch: „Scharf“), Wilhelmine, Landwirtin.
1931: Scherf, Wilhelmine, Landwirtin.
1933: Gerhard, Emma, Glasarbeiterin; Gerhardt, Franziska, Rentnerin (erscheint 1936 unter Nr. 121); Scherf, Wilhelm, Schuhmacher; Scherf, Wilhelmine, Witwe.
1934: Schneider, Wilhelm, Schuhmacher; Schneider, Gertrud.
1941: Scherf, Wilhelmine, Witwe.
1949: Schneider, Wilhelm, Schuhmacher.
1975: Schneider.

121 (alt: 286)

gehört jetzt zu 120.

1936: Gerhardt, Franziska, Rentnerin.
1941: Gerhardt, Franziska, Rentnerin; Gerhardt, Walter, Glasbläser.
1949: Haag, Otto, städt. Arbeiter.

122 (alt: 287)

1921: Jahn, Waldemar, Glasbläser; Walther, Emma, Landwirtin; Walther, Alfred; Walther, Ida, geb. Scherf.
1931: Jahn, Waldemar, Glasbläser; Walther, Alfred, Thermometermacher; Walther, Emma, Landwirtin.
1933: Jahn, Ernst, Glasbläser; Jahn, Woldemar, Glasbläser; Schmidt, Paul, Bahnsekretär; Walther, Alfred, Thermometermacher; Walther, Emma, Witwe.
1936: Jahn, Waldemar, Glasbläser; Walther, Alfred, Thermometermacher; Jahn, Ernst; Jahn, Charlotte, geb. Möller.
1941: Jahn, Waldemar, Glasbläser; Walther, Alfred, Thermometermacher.
1949: Gerhard, Franziska, Witwe; Jahn, Lotte, Hausfrau;


Rudolstädter Straße 122 (Treichel)
mit Brückchen über den noch offenen Bach

Walther, Ida, Witwe.
später: Treichel.

>>> alt: 288 – 288f siehe Friedensstraße. <<<

123 (alt: 288e)

Hier zweigte der Mühlgraben vom Weißbach ab.

1921: Eichhorn, Alfred, Schneider (bis 1931); Köhler, Hugo, Thermo­metermacher (bis 1949).
1923
: Bock, Otto, Bäcker (bis 1941); Bock, Hertha.
1949: Bock, Herta, Hausfrau.
dann: Bock.

Festumzug, aus der „Bubusstraße“ kommend,
Rudolstädter Straße 122

124 (alt: 288f)

1921: Ehrhardt, Rudolf, Maurer (bis 1949).
1941: Ehrhardt, Otto, Glasbläser.
1949: Bergmann, Emmy, Glasarbeiterin.
später: Biehl.

(?) (alt: 288o)

1933: Leopold, Arthur, Holzarbeiter.

125 (alt: 289)

1921: Jahn, Hermann, Handelsmann, Thermometermacher (bis 1949).
1931: Jahn, Hans, Glasbläser (bis 1949).
1932: Jahn, Otto, Maurer (bis 1949); Jahn, Martha.
1933: Jahn, Hilda, Glasbläserin.
1936: Müller, Rudi, Glasbläser (bis 1949).

125a (hinter 125)

Götze.

126 (alt: 290)

„Mühle“

„Mühl-Walther“

1921: Henkel, Oskar, Mahlmüller (bis 1931); Kühn, Karl, Gipsmüller (bis 1933).
1930: Henkel, Fritz; Schmidt, Anna.
1933: Henkel, Frieda, Witwe; Henkel, Fritz, Glasbläser (bis 1949).

Die „untere Mühle“ - Gemälde von Hugo Enders (undatiert)

1949: Reinauer, Wilhelm, kaufm. Angestellter.
1975: Henkel.

Exkurs: Der Oberweißbacher Name Henkel

Namensträger Henkel gibt es in Oberweißbach seit mindestens 1553. Ob und wie sie alle miteinander verwandt sind – nun, dies zu erforschen bleibt den Nachfahren überlassen. Jedenfalls waren die Henkels seit mindestens 1675 Müller – vermutlich immer auf dem gleichen Grundstück in der Rudolstädter Straße.

1553: Henkel,
1590: Else Henkel, † 1670 mit 80 Jahren,
1675: Hans Henkel, der Müller,
1685: Hans Henkel, Müller †,
1690: Caspar Henkel,
1695: Nicolaus Henkel, Müller,
1695: Hans Henkel, Zimmermann,
1695: Caspar Henkel, Müller in Oberweißbach,
1697: Johann Gregorius, Meister Caspar Henkels, Müllers, Söhnlein,
1697: Nicol Henkel, Müller,
1698: Caspar Henkel, Müller,
1698: Hanß Henkel, Zimmermann,
1699: Georg Henkel, Schneider †,
1700: Caspar Henkel, Müller,
1701: Nicol Henkel, Müller in Oberweißbach,
1716: Nicolaus Henkel, Müller †,
1718: Nicol Henkel, Schneider,
1720: Nicol Henkel, Müller in Oberweißbach, vermutlich der Sohn des oben genannten,
1722: Nicol Henkel, Schmied allhier,
1727: Nicol Henkel, Schneider in Oberweißbach,
1730: Hans Georg Henkel, Müller in Oberweißbach,
1730: (?): Johann Martin Henkel, Olitätenhändler, Nicolaus Henkels, Laborant, hinterlassener Sohn,
1731: Jacob Henkel, Müller allhier,
1732: Johann Friedrich Henkel, Olitätenhändler,
1733: Georg Henkel, Müller,
1736: Hans Georg Henkel, Müller in Oberweißbach,
1736: Hans Jacob Henkel, Müller,


Die Mühle


... kurz vor dem Abriss

1747: Georg Henkel, gewesener Müller,
1748: Hans Georg Henkel in der (Weißbacher) Mühle,
1753: Martha Catharina Henkel, Herrn Jacob Henkels in (Ober)Weißbach aus der Mühle einzige Tochter,
Kurz danach:
1753: Hans Nicol Henkel, des o.a. Müllers ältester Sohn,
1756: Nicolaus Henkel, Schneider,
1759: Nicol Henkel („Mühle“),
1776: Johann Jacob Henkel, Mühlenbesitzer in Oberweißbach,
1777: Johann Jacob Henkel, Müller,
1777: Johann Jacob Henkel, Untermüller Oberweißbach,
1781: Johann Jacob Henkel, Untermüller,
1781: Johann Jacob Henkel, gewesenen Untermüllers Witwe Catharina Margaretha †,
1782: Johann Jacob Henkel, Untermüller †.
1782: Anna Elisabetha Henkel, des weil. Untermüllers Töchterlein †.
1784: Georg Nicol Henkel, Obermüller (aus Mittelweißbach),
1787: Georg Nicol Henkel, Obermüller,
1792: Georg Nicol Henkel, oberer Müller,
1794: Nicol Jacob Henkel oo mit Jgfr. Catharina Preunel,
1796: Johann Jacob Henkel, Untermüller,
Lücke
1822: Johann Christian Henkel, Wagnermeister,
1826: Johann Christian Henkel, Wagnermeister in Oberweißbach,
1826: Johann Christian Henkel, Fuhrmann und Mitbesitzer des Stahlhammers in Leibis † (identisch mit dem oben Genannten?),
1857: Nachtwächter Johann Nicol Henkel,
1866: Mühlenbesitzer Johann Jacob Henkel,
1877: Carl Emil Henkel, Postbote,
1883: Briefträger Henkel.

127 (alt: 293?) – abgerissen

1911: Jerzynna, Oskar, Drechsler, Hilfsarbeiter (bis 1933); Jerzynna, Rosamunde.
1921: Jahn & Comp., Alfred, Glaswarenfabrikant (bis 1931).
1933: Jerzynna, Kurt, Bürolehrling; Pabst, Bernhard, Invalide (bis 1941).
1941: Jerzyna, Rosa, Witwe (bis 1949).

128 (alt: 293a)

zwischen oberer und unterer Ausfahrt der ehem. MTS.

1921: Mehlig, August, Gasmeister.
1931: Jahn, Alfred, Fabrikant; Siegmund, Hilmar, Papierarbeiter; Kessel, Otto, Glasschleifer.
1933: Fünfstück, Willy, Rechtsbeistand; Jahn, Alfred, Glaswarenfabrik; Müller, Fritz, Glasbläser; Siegmund, Hilmar, Pappenmacher.
1936: Jahn, Alfred, Glaswarenfabrik; Müller, Fritz, Glasbläser.
1941: Jahn, Alfred, Glaswarenfabrik; Müller, Fritz, Glasbläser; Müller, Klara, Witwe.
1949: Jahn, Wilhelm, Kaufmann; Jahn, Selma, Hausfrau; Kalina, Ernst, Maschinist; Thym Paula, Hausfrau.

129 (alt: 291-293b)

Gaswerk

unterhalb Einfahrt zu KFZ-Service Wicklein.

1881: Lattermann, Oskar, Olitätenhändler (in diesem Haus?).
1905: Gaswerk (129a).
1909: Gaswerk Oberweißbach GmbH.
1921: Bauer, Emilie, Perlenmacherin (292); Koch, Geschwister (292); Lattermann, Oskar, Handelsmann (292); Mackeldanz, Hugo, Handarbeiter (291); Wallenhauer, Oskar, Handarbeiter (291).
1931: Rau, Wilhelm, Gasmeister (bis 1949), Köhler, Karl (293b – bis 1988, letzter Gasmeister).
1949: Rau, Wilhelm, Gasmeister; Schuhmann, Alfred, Schneidermeister.
1956: Maschinen- und Traktorenstation MTS (291).

Das Haus unter der Einfahrt und die Fa. KFZ-Service Wicklein gehören beide zu Nr. 129.

130 (alt: 294)

letztes Haus vor der Brücke.

1921: Hoffmann, Karl, Maurer (bis 1949).
1923: Hoffmann, Rudolf, Glasbläser (bis 1949); Hoffmann, Clara.
1926: (?) Bähring, Walther; Bähring, Erna (er seit 1949 Fröbelstraße 12 – Schule).
nach 1945: soll hier ein Mann ohne Beine gewohnt haben.
später: Henkel, Rudi („Käse-Rudi“) & geb. Hirschfeld, Karin, vom Hügel kommend.


Gaswerk, erbaut 1905


Dampflokomobile
Zur Versorgung des Gaswerkes mit Steinkohle

***


Markt

1 (alt: 90) 1906 (?) : Großmann, Wilhelm, Porzellanmaler; Großmann, Hedwig, geb. Walther. 1921 : Elsässer, August, Kaufmann; Helk, Gustav...